„“Das wichtigste im Leben ist nicht der Triumph, sondern der Kampf. Das Entscheidene ist nicht gesiegt zu haben, sondern gut gekämpft zu haben!“
Tigran Wartani Petrosjan: geb. am 17. Juni 1929 in Tiflis, ☨ 13. August 1984 in Moskau, war ein sowjetischer Schach-Großmeister armenischer Herkunft und von 1963 bis 1969 der neunte Schachweltmeister. Petrosjan gewann gegen Michail Botwinnik bei der Schachweltmeisterschaft 1963. Bei der Schachweltmeisterschaft 1966 verteidigte Petrosjan seinen Titel gegen Boris Spasski, an den er den Titel bei der Schachweltmeisterschaft 1969 verlor. Wegen seines defensivbetonten Spiels und seiner geringen Anzahl an Niederlagen in seinen besten Jahren wurde er der „eiserne Tigran“ genannt. 1962 verlor er keine einzige Turnierpartie. Er konzentrierte sich auf Sicherheit und prophylaktisches Spiel und wartete geduldig auf Fehler seiner Gegner. Petrosian war auch für seine Logik und seinen Überblick bekannt, was es ihm ermöglichte, sehr solide und harmonische Stellungen zu schaffen, die reich an Möglichkeiten waren. In solchen Stellungen hat er oft seine charakteristischen Qualitätsopfer gebracht. In seinem Aufsatz über das positionelle Qualitätsopfer erläuterte er verschiedene Varianten dessen, Beispiele nachfolgend:
Blockadeopfer:
Nach 25. – Te6 wird das Feld e7 für den Sringer frei, nach Hergabe der Qualität, blockiert der schwarze Bauer auf f6 den aggressiven Vormarsch im Zentrum und der schwarze Springer entfaltet auf f5 maximale Kontrollwirkung.
Ablenkungsopfer:
2 Qualitätsopfer für die Zentrumskontrolle und daraus resultierende Angriffsdynamik !
Diese Methode ist mit dem Spiegelverkehrten Te6: (Weiß) oder Te3: (Schwarz) erfolgreich anzuwenden. Hier erhält die opfernde Partie langfristige Vorteile, wie z. B. Zerstörung der Bauernstruktur und Angriffsmöglichkeiten wie folgende Beispiele zeigen:
Sizilianische Opfer auf c3 um die Königsbastion zu zerstören:
Opfer um die zentrale Bauernstruktur zu „reparieren“:
oder
Literaturquellen: Petrosjan „Die Schachuniversität“ Olms Verlag 1992, Alexej Suetin „Stunde der Sekundanten“ Bock & Kübler1995, Beliavsky/Mikhalchishin „Secrets of Chess Intuition“ Gambit 2002, Neil Mc Donald „Positional Sacrifices“ Cadogan Chess 1994
Weitere Übungsbeispiele: